Von der Redaktion Chinchilla Genetik | 26. August 2026
Im Foyer der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf geben Pläne und Visualisierungen einen Ausblick auf ein künftig öffentlich erlebbares Südufer des Griebnitzsees. Die Landeshauptstadt Potsdam zeigt dort bis zum 3. September die prämierten Entwürfe ihres freiraumplanerischen Wettbewerbs. Im Mittelpunkt stehen der Zugang zum Wasser, barrierefreie Wege sowie neue Orte für Begegnung und Erholung.
Für Anwohner und Besucher ist vor allem die Verbindung zum geplanten durchgehenden Uferweg relevant. Die ausgestellten Arbeiten sind allerdings noch keine beschlossene Bauplanung. Sie bilden die Grundlage für weitere Planungs- und Beteiligungsschritte.
Die Entwürfe verbinden Natur, Erholung und Geschichte
Die Wettbewerbsteilnehmer sollten zeigen, wie sich die Freianlagen am Wasser aufwerten lassen, ohne die landschaftlichen und historischen Eigenschaften des Griebnitzsees auszublenden. Ihre Konzepte behandeln den gesamten Uferbereich und enthalten detaillierte Lösungen für drei städtische Teilflächen.
Zu den Aufgaben gehörte eine barrierefreie Erschließung. Zugleich sollten Flächen entstehen, die Aufenthalt, Begegnung und Naherholung ermöglichen. Damit richten sich die Entwürfe nicht allein auf die Gestaltung einzelner Grünanlagen: Sie untersuchen, wie mehrere Uferabschnitte als zusammenhängender öffentlicher Raum funktionieren könnten.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der historische Kolonnenweg. Als Teil des früheren Grenzstreifens erinnert er an die deutsch-deutsche Teilung. Die ausgestellten Konzepte zeigen, wie dieses Zeugnis der Geschichte in die künftige Freiraumgestaltung einbezogen werden kann.
Berliner Büro gewinnt den Wettbewerb
Insgesamt reichten 14 Landschaftsarchitekturbüros Konzepte ein. Den ersten Preis vergab die Fachjury an bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau aus Berlin. Auf Rang zwei folgte Lohaus Carl Köhlmos Landschaftsarchitektur und Stadtplanung aus Hannover, den dritten Preis erhielt die Berliner Atelier Loidl GmbH.
Anerkennungen gingen an POLA Landschaftsarchitekten GmbH sowie an die Arbeitsgemeinschaft Arge JUCA x LAMA, beide aus Berlin. Die Ausstellung ermöglicht es, die prämierten Ideen nebeneinander zu betrachten. Vollständige Wettbewerbsergebnisse, Visualisierungen und Erläuterungen stellt die Landeshauptstadt Potsdam zusätzlich auf ihrem Internetauftritt bereit.

Bernd Rubelt, Potsdams Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, sieht in den ausgezeichneten Arbeiten eine Grundlage für die nachhaltige Aufwertung des Ufers. Nach Angaben der Stadt nutzt Potsdam bei diesem Projekt erstmals seine Gestaltungshoheit am Griebnitzsee.
Ausstellung täglich bis 20 Uhr geöffnet
Die Wettbewerbsergebnisse sind öffentlich im Foyer der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf zu sehen. Die Pressemitteilung der Stadt nennt folgende Besuchsdaten:
| Information | Angabe |
|---|---|
| Ausstellungszeitraum | 26. August bis 3. September 2026 |
| Öffnungszeiten | Montag bis Sonntag, 9 bis 20 Uhr |
| Ausstellungsort | Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf |
| Adresse | Marlene-Dietrich-Allee 111, Potsdam |
Besucher können dort nachvollziehen, welche räumlichen Lösungen die Büros für Wege, Freiflächen und Aufenthaltsorte entwickelt haben. Konkrete Angaben zu einer Anmeldung oder zu Eintrittspreisen enthält die Mitteilung nicht.
Der durchgehende Uferweg bleibt ein Planungsziel
Die öffentliche Zugänglichkeit der ufernahen Flächen am Griebnitzsee wird in Potsdam seit Jahren diskutiert. Mit dem Wettbewerb will die Stadt den sensiblen Raum unter den Gesichtspunkten Natur, Naherholung und Erinnerungskultur neu ordnen. Der angestrebte durchgehende Uferweg bildet dabei den größeren Zusammenhang für die drei städtischen Teilflächen.
Die prämierten Entwürfe bedeuten noch keine Freigabe für Bauarbeiten. Sie zeigen vielmehr, welche Gestaltung als Grundlage für die nächsten Fachplanungen dienen könnte. Ob und in welcher Form einzelne Vorschläge umgesetzt werden, hängt von den folgenden Planungs- und Beschlussschritten ab.
Beteiligung zum Bebauungsplan folgt im Herbst
Bis zum Spätsommer soll ein Preisträger mit der weiterführenden Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung beauftragt werden. Die Stadt hält einen Baubeginn im kommenden Jahr für möglich, formuliert diesen Termin jedoch ausdrücklich als vorläufige Perspektive.
Für Herbst 2026 ist die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan Nr. 174 „Griebnitzsee-Ufer“ vorgesehen. Danach entscheidet die Stadtverordnetenversammlung über das weitere Bebauungsplanverfahren.
Quelle: State Capital Potsdam Press Releases
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Quellenprüfung Quellennachweis
Der Beitrag ordnet die Potsdamer Pressemitteilung vom 26. August 2026 nach Ausstellungsdaten, Wettbewerbsergebnis und bestätigtem Planungsstand.
- Ausstellungszeitraum, Öffnungszeiten und Adresse wurden mit der Mitteilung abgeglichen.
- Die Platzierungen und Anerkennungen wurden den genannten Wettbewerbsergebnissen entnommen.
- Geplanter Beteiligungszeitraum und mögliche Bauperspektive wurden getrennt dargestellt.
- Ein Baubeschluss wird nicht behauptet, da die Stadt nur einen möglichen Beginn im kommende...
- Quelle
- Landeshauptstadt Potsdam
- Umfang
- Potsdam
- Aktualisiert
- 2026-08-26 18:17
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