Im dritten Obergeschoss des Museums der bildenden Künste Leipzig treffen auf rund 1000 Quadratmetern Werke der Moderne auf Kunst aus der DDR und aktuelle Positionen. Die Dauerausstellung „Bilderkosmos #3. Leipzig im Dialog“ ist medienübergreifend angelegt und umfasst zehn Räume sowie die zentrale Mittelhalle.
Ort: Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK), Katharinenstraße 10, 04109 Leipzig. Ein konkretes Start- oder Enddatum, Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Buchungsangaben sind in den vorliegenden Ausstellungsinformationen nicht genannt. Damit lässt sich daraus kein verbindlicher Besuchstermin samt Kosten ableiten.
Der Rundgang ist besonders für Besucherinnen und Besucher interessant, die figurative und erzählende Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts kennenlernen oder unterschiedliche Perspektiven auf die DDR und die Leipziger Kunstszene miteinander vergleichen möchten.
Von Max Beckmann durch die klassische Moderne
Die Präsentation folgt zunächst einer chronologischen Linie. Sie beginnt mit herausragenden Werken des in Leipzig geborenen Max Beckmann. Dessen Suche nach der Wirklichkeit hinter der sichtbaren Erscheinung verbindet das Museum mit einem Sammlungsschwerpunkt auf figurativen, erzählenden und allegorischen Bildwelten.
An den Beckmann-Raum schließt sich die Kunst der Moderne an. Gezeigt werden Gemälde von Giorgio De Chirico, Karl Hofer, Otto Mueller, Max Pechstein und Max Schwimmer. Skulpturen von Wilhelm Lehmbruck und Ernesto de Fiori erweitern diesen Teil des Rundgangs über die Malerei hinaus.
Auch Arbeiten, die lange nicht ausgestellt waren, kehren in „Bilderkosmos #3“ zurück. Dazu gehören Werke von Karl-Heinz Adler und Irmgard Horlbeck-Kappler. Hinzu kommen jüngste Neuerwerbungen und Schenkungen mit Gemälden aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
Sieben Räume zeigen die Widersprüche der DDR-Kunst
Sieben der insgesamt zehn Räume sind der Kunst aus der DDR gewidmet. Die Ausstellung behandelt deren Vielfalt ebenso wie das Ringen von Künstlerinnen und Künstlern mit den politischen Verhältnissen und ihrer Position im Kalten Krieg.
Statt die Epoche als einheitlichen Block zu präsentieren, verteilt das MdbK ihre Ambivalenzen und Widersprüche auf einzelne Themenräume. Werke aus dem 21. Jahrhundert sind punktuell eingebunden und schaffen Sprünge in die unmittelbare Gegenwart. So entsteht ein Dialog zwischen historischen Erfahrungen und späteren künstlerischen Positionen.
Leipziger Schule trifft internationale Gegenwartskunst
In der zentralen Mittelhalle breitet sich die zeitgenössische Kunst aus. Die lokale Szene ist durch ehemalige Professoren und Studierende der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig vertreten, darunter Neo Rauch, Henriette Grahnert, Franziska Holstein, David Schnell und Matthias Weischer.
Diesen Leipziger Positionen stehen Werke von André Butzer, Adrian Ghenie, Katharina Grosse, Karolina Jabłońska und Cornelia Schleime gegenüber. Die Zusammenstellung richtet den Blick damit nicht allein auf die Stadt, sondern auch auf nationale und internationale Verbindungen innerhalb der Gegenwartskunst.
Grafik und Fotografie bilden keinen dauerhaft unveränderten Teil der Präsentation. Anders als bei den beiden vorherigen Fassungen werden Arbeiten aus diesen Medien im Abstand von drei Monaten gewechselt. Wiederholte Besuche können dadurch unterschiedliche Ausschnitte der Sammlung zeigen.
Digitale Broschüre und geführter Rundgang
Zur Vor- und Nachbereitung stellt das Museum eine digitale Ausstellungsbroschüre auf Deutsch und Englisch bereit. Sie enthält Informationen zu den gezeigten Werken sowie zu den Künstlerinnen und Künstlern. Im MdbK lässt sie sich über einen QR-Code und das dortige WLAN aufrufen; außerdem ist sie zum Herunterladen vorgesehen.
Die Kunstvermittlung bezieht „Bilderkosmos #3“ in Angebote für Bildungseinrichtungen und private Gruppen ein. Speziell zur Ausstellung gibt es das Format „Leipzig im Dialog“, einen eineinhalbstündigen Rundgang durch die Präsentation.
Quelle: Museum der bildenden Künste Leipzig – Ausstellungen
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Quellenprüfung Quellennachweis
Die Vorschau beruht auf der Ausstellungsbeschreibung des Museums der bildenden Künste Leipzig und kennzeichnet fehlende Besuchsangaben ausdrücklich.
- Ausstellungsort und Adresse mit den bereitgestellten Museumsangaben abgeglichen
- Fläche, Raumaufteilung und dreimonatigen Medienwechsel übernommen
- Genannte Künstlerinnen und Künstler anhand der Ausstellungsbeschreibung erfasst
- Fehlende Termine, Preise und Buchungsinformationen nicht ergänzt
- Quelle
- Museum der bildenden Künste Leipzig – Ausstellungen
- Umfang
- Leipzig
- Aktualisiert
- 2026-08-16 17:11
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