2026-08-17 Aktuelle Nachrichten, Wirtschaft und Politik aus Deutschland.
Gelber Fußgänger-Ampelschalter mit einem Aufkleber zur Warnung im öffentlichen Raum.

Warntag am 10. September: Jetzt Warnfunktionen prüfen

Am Donnerstag, 10. September 2026, erproben Bund, Länder und Kommunen gemeinsam die Warnsysteme in Deutschland. Wer Warnungen zuverlässig empfangen möchte, sollte schon vorher das eigene Mobiltelefon, die Warn-App NINA und mögliche Alternativen für Angehörige ohne Smartphone prüfen.

Termin und Zweck des bundesweiten Warntags

Der bundesweite Warntag ist ein gemeinsamer Funktionstest verschiedener Warnmittel. Nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) soll dabei auch sichtbar werden, wie Warnungen über unterschiedliche Kanäle verbreitet werden und wo Verbesserungsbedarf besteht.

Der Probealarm ist keine Ankündigung einer konkreten Gefahr. Welche Warnmittel tatsächlich eingesetzt werden, kann sich jedoch je nach Bundesland, Landkreis oder Kommune unterscheiden.

Über diese Wege können Warnungen ankommen

  • Cell Broadcast sendet Warnnachrichten direkt an geeignete Mobiltelefone in einer betroffenen Funkzelle. Eine zusätzliche App ist dafür nicht erforderlich.
  • NINA informiert über behördliche Warnungen für ausgewählte Orte und – bei entsprechender Freigabe – den aktuellen Standort.
  • Sirenen können örtlich Signale ausgeben, sind aber nicht überall vorhanden oder gleich eingesetzt.
  • Radio und Fernsehen verbreiten Warninformationen und Verhaltenshinweise auch für Menschen ohne Smartphone.
  • Kommunen können weitere Kanäle nutzen, darunter Internetseiten, Anzeigetafeln oder lokale Informationsangebote.

So prüfen Sie Handy und NINA vor dem 10. September

  1. Installieren Sie verfügbare Aktualisierungen für das Betriebssystem. Sehr alte Geräte oder Softwarestände unterstützen Cell Broadcast möglicherweise nicht zuverlässig.
  2. Suchen Sie in den Einstellungen nach „Notfallwarnungen“, „Warnmeldungen“ oder „Cell Broadcast“. Bezeichnungen und verfügbare Optionen unterscheiden sich je nach Hersteller und Systemversion.
  3. Prüfen Sie, ob NINA aktuell ist, geöffnet werden kann und Benachrichtigungen anzeigen darf.
  4. Kontrollieren Sie in NINA die abonnierten Orte und gegebenenfalls die Standortberechtigung. Die offizielle BBK-Seite erläutert Funktionen und Einstellungen der App.
  5. Laden Sie das Smartphone rechtzeitig auf. Für Systemaktualisierungen und NINA ist außerdem eine funktionierende Datenverbindung wichtig.

Angehörige ohne Smartphone vorbereiten

Vereinbaren Sie mit älteren oder alleinlebenden Angehörigen, welchen Radiosender sie im Warnfall einschalten und wen sie anrufen können. Ein batteriebetriebenes Radio kann bei einem Stromausfall hilfreich sein. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf die Internetseite oder die amtlichen Mitteilungen der eigenen Kommune.

Warntag am 10. September: Jetzt Warnfunktionen prüfen

Ein ausbleibender Alarm hat mehrere mögliche Gründe

Wenn am Warntag kein Signal ankommt, beweist das nicht automatisch einen Defekt des gesamten Warnsystems. Möglich sind ein nicht unterstütztes oder ausgeschaltetes Gerät, deaktivierte Einstellungen, fehlende App-Berechtigungen oder regionale Unterschiede bei den eingesetzten Warnmitteln.

Nach dem Test sollten Betroffene zunächst die Geräteeinstellungen und die lokalen Hinweise ihrer Kommune prüfen. Das BBK stellt ergänzende Informationen zum bundesweiten Warntag sowie zur Warn-App NINA bereit.

Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

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