Bestickte Textilien und erzählte Erfahrungen stehen im Mittelpunkt von „Verbindende Fäden: Gestickte Narrative aus Afghanistan und der Diaspora“. Die Ausstellung ist vom 26. September 2026 bis zum 28. Februar 2027 im Forschungscampus Dahlem in Berlin zu sehen; die Eröffnung beginnt am 26. September um 18 Uhr. Sie richtet sich an Menschen, die sich für textile Kunst, afghanische Kultur sowie persönliche Geschichten über Migration und Erinnerung interessieren. Eintrittspreise, Buchung, Anreise und Barrierefreiheit nennt die vorliegende Ausstellungsinformation nicht.
Was die Stickereien erzählen
Die Ausstellung betrachtet Stickerei als kulturelle Praxis und als Möglichkeit, Wissen und Erinnerungen weiterzugeben. Neben bestickten Textilien gehören textile Objekte und erzählte Erfahrungen zum Ausstellungskonzept. Zusammen führen sie von persönlichen Biografien zu größeren Fragen: Welche Bedeutung behalten überlieferte Techniken, wenn Menschen ihre Heimat verlassen? Und wie verändert sich eine textile Tradition in der Diaspora?

Die Staatlichen Museen zu Berlin beschreiben Muster, Farben und Techniken in Afghanistan als Ausdruck sozialer Zugehörigkeit und familiärer Erinnerung. In der Ausstellung werden diese Bedeutungen mit Erfahrungen von Exil und Migration verbunden. Die Arbeiten sollen zeigen, wie sich Verlust und Kontinuität in alltäglichen Praktiken ausdrücken können. Damit bietet „Verbindende Fäden“ einen Zugang zu Erinnerungen, die sich nicht allein über schriftliche Dokumente erschließen.

Künstlerische und biografische Perspektiven in Dahlem
Kuratiert wird die Ausstellung von Dr. Melanie Krebs und Azita Ibrahimi. Ibrahimi ist Künstlerin und Kunsthistorikerin aus Herat. Sie forscht an der Humboldt-Universität zu Berlin zu Veränderungen afghanischer Stickerei, besonders im Umfeld afghanischer Communities in Deutschland. Krebs ist Kuratorin am Ethnologischen Museum und beschäftigt sich unter anderem mit materieller Kultur und Identität in Zentralasien.

Diese Perspektiven prägen den Aufbau der Ausstellung: Textile Arbeiten werden mit biografischen und kulturhistorischen Fragen verknüpft. Besucherinnen und Besucher können so sowohl die Gestaltung der Stücke betrachten als auch ihre Rolle für die Weitergabe von Wissen und kultureller Zugehörigkeit nachvollziehen. Die Ausstellung steht zudem in thematischer Verbindung zur Muslimischen Kulturwoche 2026.
Eröffnung am 26. September: zwei Termine am selben Ort
Am Eröffnungstag gibt es im Forschungscampus Dahlem bereits um 16 Uhr einen „Zentralasiatischen Nachmittag – mit Tubeteika und Plov“. Das Programm ist in der Veranstaltungsübersicht als eigene Aktion aufgeführt. Die Eröffnung von „Verbindende Fäden“ folgt um 18 Uhr. Wer beides besuchen möchte, sollte die unterschiedlichen Anfangszeiten beachten.
Die Sonderausstellung befindet sich im Untergeschoss des Forschungscampus Dahlem. Nach dem Eröffnungstag läuft sie laut den Staatlichen Museen zu Berlin noch bis zum 28. Februar 2027.
Quelle: Staatliche Museen zu Berlin – Aktuelle Ausstellungen
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung Zur Quelle
Termine, Ort und Ausstellungsinhalte wurden anhand der Angaben der Staatlichen Museen zu Berlin abgeglichen.
- Ausstellungszeitraum: 26. September 2026 bis 28. Februar 2027.
- Eröffnung: 26. September 2026 um 18 Uhr im Forschungscampus Dahlem.
- Der Zentralasiatische Nachmittag ist als eigene Aktion um 16 Uhr aufgeführt.
- Ein Eintrittspreis ist in der vorliegenden Ausstellungsinformation nicht genannt.
- Quelle
- Staatliche Museen zu Berlin
- Umfang
- Berlin
- Aktualisiert
- 2026-09-26 07:36
Quellenprüfung
Melden Sie ein Vertrauensproblem
Senden Sie ein klares Signal an die Community-Moderation, wenn die Quelle, die Fakten oder der Kontext überprüft werden müssen.
Kommentare