Das Dortmunder U bietet Kunstinteressierten eine besondere Gelegenheit, das berühmte Gemälde „Großer Zoologischer Garten“ (1913) von August Macke aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten. Das Projekt „dérive“ verwandelt das Foyer des Hauses in einen immersiven Raum, der die Grenzen zwischen Betrachter und Kunstwerk auflöst und das Konzept des Flanierens in den digitalen Raum übersetzt.
Ein lebendiges Forschungsprojekt zum Mitmachen
Hinter dem Projekt steht das storyLab kiU der Fachhochschule Dortmund in enger Zusammenarbeit mit dem Museum Ostwall sowie dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte. „dérive“ ist explizit als „Work-in-Progress“ konzipiert. Das bedeutet, dass die Erzählwelt kein abgeschlossenes Werk ist, sondern kontinuierlich durch neue urbane Scans, Sounddesigns und partizipative Formate wächst. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, den aktuellen Entwicklungsstand dieser digitalen Welt zu erkunden, die das ziellose Umherstreifen – die namensgebende „Dérive“ – in den Mittelpunkt stellt.

Technik trifft auf Stadtkultur
Das immersive Erlebnis nutzt einen komplexen Materialmix, um die Atmosphäre von Mackes Gemälde in das moderne Dortmund zu übertragen. Durch eine Kombination aus 2D-Filmaufnahmen, 3D-Scans und Sounddesign entstehen Szenarien, die Gegensätze wie Natur und Urbanität oder Ruhe und Hektik thematisieren. Besonders spannend ist der partizipative Ansatz: In die Erzählwelt sind Stimmen und Perspektiven aus der Stadt integriert. So berichten beispielsweise Dortmunder Bürgerinnen und Bürger von ihren persönlichen Gedanken zum Macke-Gemälde, nachdem sie es in einem Katalog betrachtet haben.

Nützliche Details für Ihren Besuch
Das Projekt richtet sich an alle, die sich für die Schnittstelle zwischen digitaler Technologie, Kunst und gesellschaftlicher Narration interessieren. Der Besuch ist für alle Interessierten kostenlos möglich. Da es sich um ein fortlaufendes Forschungsprojekt handelt, ist der Raum zu festen Zeiten im Foyer des Dortmunder U zugänglich:

| Tag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Samstag | 11:00 – 14:30 Uhr & 15:00 – 18:00 Uhr |
| Sonntag | 11:00 – 14:30 Uhr & 15:00 – 18:00 Uhr |
Wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, findet im Dortmunder U regelmäßig Gelegenheit, die Entwicklung der Erzählwelt zu verfolgen. Durch Vermittlungsformate, Workshops oder Open Calls können Besucherinnen und Besucher, Schülerinnen und Schüler sowie Künstlerinnen und Künstler selbst Teil des Prozesses werden und beispielsweise durch eigene „Flaniergänge“ neue urbane Scans beisteuern, die in die Erzählwelt integriert werden können. Weitere Informationen zum aktuellen Stand des Projekts und zu Möglichkeiten der aktiven Teilnahme finden Sie direkt vor Ort im Dortmunder U oder über die offizielle Projektseite des Hauses.
Quelle: Dortmunder U – Programm
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung Redaktionelle Überprüfung
Die Informationen basieren direkt auf den Angaben des Dortmunder U zu den aktuellen Ausstellungszeiten und Projektinhalten.
- Abgleich mit den offiziellen Öffnungszeiten des Dortmunder U
- Verifizierung der Projektbeteiligten (storyLab kiU, Museum Ostwall)
- Bestätigung des kostenlosen Eintritts
- Quelle
- Dortmunder U – Programm
- Umfang
- Dortmund
- Aktualisiert
- 2026-09-17 07:36
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